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Die Pflegeausbildung wird reformiert. Der Bundestag stimmte dem Entwurf der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Pflegeberufe zu. Foto: Krüper/epd

Die Pflegeausbildung wird reformiert. Der Bundestag stimmte dem Entwurf der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Pflegeberufe zu. Foto: Krüper/epd

29. Juni 2018
Reform der Pflegeausbildung

Bundestag gibt grünes Licht für Ausbildungs- und Prüfungsverordnung

Der Bundestag beschloss am Donnerstagabend mit den Stimmen der Koalition die neue Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Pflegeberufe. Sie ist der letzte Schritt zur Reform der bisher getrennten Ausbildungsgänge. Die Pflegeschulen haben nun anderthalb Jahre Zeit, sich darauf einzustellen.

Von 2020 an sollen dann alle Pflegeschülerinnen und -schüler mindestens zwei Jahre lang gemeinsam lernen. Im dritten Jahr können sie sich auf Kinderkrankenpflege oder Altenpflege spezialisieren oder die generalistische Ausbildung fortsetzen. Mit dem generalistischen Abschluss stehen ihnen alle Arbeitsbereiche offen. Das Schulgeld wird endgültig überall abgeschafft und eine Ausbildungsvergütung gezahlt.

Die meisten Berufs- und Sozialverbände begrüßen die Reform. In der Alten- und Kinderkrankenpflege gibt es aber die Befürchtung, dass Spezialwissen verloren geht. Grüne und Linksfraktion griffen diese Kritik im Bundestag auf und lehnten die Verordnung ab. Die Standards für die Altenpflegeausbildung seien gesenkt worden. Das mache den Beruf noch unattraktiver, argumentierten sie.

Die Bundesregierung hofft angesichts des zunehmenden Personalmangels auf eine Aufwertung des Pflegeberufs. Die Reform war bereits vor einem Jahr verabschiedet worden. Mit der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung beginnt nun die Umsetzung.