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Caritas-Mitarbeiter erhalten 7,5 Prozent mehr Lohn
19. Juni 2018
Einigung der Dienstgeber und -nehmer

Caritas-Mitarbeiter erhalten 7,5 Prozent mehr Lohn

In der aktuellen Tarifrunde erhalten die bundesweit rund 600.000 Beschäftigten in Einrichtungen und Diensten der Caritas durchschnittlich 7,5 Prozent mehr Lohn. Darauf haben sich die Dienstgeber und die Dienstnehmer der Arbeitsrechtlichen Kommission (AK) bei der Sitzung der Bundeskommission in Fulda geeinigt.

Das teilte die Dienstgeberseite mit. Ausbezahlt wird die Gehaltssteigerung generell in drei Stufen. Die erste Erhöhung mit rund drei Prozent erfolgt im Juni 2018, die zweite mit erneut rund drei Prozent dann im Januar 2019. Die dritte Erhöhungsstufe mit gut einem Prozent greift spätestens im März 2020. Für die einzelnen Berufsgruppen wurden dabei unterschiedliche prozentuale Erhöhungen und auch Erhöhungszeitpunkte vereinbart.

Auszubildende erhalten in zwei Schritten insgesamt 100 Euro mehr Lohn. Als soziale Komponente erhalten Mitarbeiter, die im Caritas-Tarifwerk AVR (Arbeitsvertragsrichtlinien) in niedrigeren Gehaltsstufen eingruppiert sind, im Jahr 2018 eine Einmalzahlung von 250 Euro.

Anlass heftiger Auseinandersetzungen war bis zuletzt die Forderung der Mitarbeiter, Gehälter der Hilfskräfte in der Altenpflege überproportional zu erhöhen. Der Tarifabschluss sieht jetzt als Kompromiss eine zusätzliche Erhöhung dieser Gehälter um rund ein Prozent vor. "Wir wollen diese Arbeitsplätze weiterhin tariflich vergüten und bezahlen schon jetzt mindestens 25 Prozent über dem Pflegemindestlohn", erklärt Norbert Altmann, Sprecher der Dienstgeberseite.

Ein wichtiges Signal für die Zukunft des Caritas-Tarifwerkes senden Dienstgeber und Dienstnehmer mit der Vereinbarung, dass eine nächste allgemeine Tarifrunde erst nach Abschluss einer dringend notwendigen Reform der AVR stattfinden wird. Der bundesweite Beschluss ist nun der Auftakt für Verhandlungen in den sechs Regionen, die einen Spielraum von 15 Prozent nutzen können, um die neuen Gehaltswerte festzulegen.