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Gemeinsam Äpfel ernten und verarbeiten - eine Freude für Jung und Alt im Pflegezentrum Haus Monika/Seniorenwohnen im Park im Schmallenberger Sauerland. Foto: Petra Vollmers-Frevel

Gemeinsam Äpfel ernten und verarbeiten - eine Freude für Jung und Alt im Pflegezentrum Haus Monika/Seniorenwohnen im Park im Schmallenberger Sauerland. Foto: Petra Vollmers-Frevel

22. Oktober 2018
Intergenerative Projekte

Eine Bereicherung für Jung und Alt

Seit etwa 15 Jahren besteht ein intensiver Kontakt zwischen dem Pflegezentrum Haus Monika/Seniorenwohnen im Park im Schmallenberger Sauerland und der benachbarten Katholischen Grundschule Bad Fredeburg. Hier bringen verschiedene intergenerative Projekte Alt und Jung zusammen, so auch die gemeinsame Apfelernte und -verarbeitung.

"Die intergenerativen Projekte des Hauses sorgen für viel Freude bei Jung und Alt", sagt Petra Vollmers-Frevel, zuständig für die Öffentlichkeits- und Projektarbeit der Einrichtungen. Die Angebote sind vielfältig: So kommen die Schüler einmal im Monat zum Vorlesen in die Wohngemeinschaften, Mal- und Bastelaktionen werden durchgeführt oder Bewohner besuchen die jährliche Musicalaufführung der Schüler. Darüber hinaus gibt es auch gemeinsame Ernte-Aktionen im großen Garten.

"Neben den Obstbäumen gibt es bei uns noch den hauseigenen Bauerngarten mit Gemüse der Saison und Himbeer-, Stachelbeer-, und Johannisbeersträuchern", so Vollmers-Frevel. "Auch die Hochbeete mit Erdbeeren und frischen Kräutern laden die Senioren zur Ernte ein. Gemeinsames Verarbeiten in den Wohnküchen zu Marmeladen, Desserts und Kuchen erhält die Alltagskompetenzen, ist kommunikativ und bereitet den Hausbewohnern viel Freude."

Petra Vollmers-Frevel ist überzeugt, dass der Kontakt zwischen Kindern und Senioren zum besseren gegenseitigen Verständnis beiträgt und eine enorme Bereicherung für beide Generationen ist. Die Beziehung zu den Senioren ermögliche den Kindern ein besseres Verständnis für ältere Menschen, ihre Krankheiten und Schwierigkeiten. Dadurch werde die Sozialkompetenz der Kinder gestärkt. Die Besuche schafften es, die häufig bestehende Kluft zwischen Jung und Alt zu verringern und den Kindern die Hemmschwelle "Altenheim" zu nehmen. Die Schüler werden von Fachkräften des Hauses im Vorfeld über die Krankheit Demenz informiert und auf die Besuche vorbereitet. "Es ist sehr schön zu beobachten, wie positiv und vorbehaltlos die Kinder den Senioren begegnen und dadurch viel Freude in den Alltag der Hausbewohner bringen", so Vollmers-Frevel. "Diese nämlich freuen sich riesig auf den Besuch der Kinder. Aus geragogischer Sicht ist die Begegnung mit den Kindern eine Belebung und bringt ein Stück Normalität eines früher gelebten Familienlebens in den Hausalltag."