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Die FGPG empfiehlt, palliativ betreute Menschen über die Risiken einer Infektion zu informieren.

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Die FGPG empfiehlt, palliativ betreute Menschen über die Risiken einer Infektion zu informieren.

Foto: Werner Krüper

25. März 2020
SARS-COV-2

FGPG gibt Empfehlungen zur Betreuung betagter Menschen

"Schwere Verläufe der Covid-19-Erkrankungen sind vor allem bei betagten, multimorbiden Patientinnen und Patienten zu erwarten", teilte die Fachgesellschaft Palliative Geriatrie (FGPG) mit. In einem Empfehlungsschreiben gibt sie Hinweise für den Umgang mit älteren Menschen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.

Demnach ist jetzt vor allem vorausschaudende Planung gefragt. Die Fachgesellschaft empfiehlt, Betroffene verständlich über die Risiken zu informieren. "Die Aufklärung über die Ernsthaftigkeit der Infektion und die schlechte Prognose einer intensivmedizinischen Behandlung, aber auch über die Möglichkeiten der Palliative Care, ermöglicht den Betroffenen die selbstbestimmte Weichenstellung", so die FGPG.

Zudem sollten alle medikamentösen Maßnahmen den Möglichkeiten des jeweiligen Betreuungssettings entsprechen. "Da Verschlechterungen sehr kurzfristig auftreten können, sind die Verordnungen vorausschauend für die zu erwartenden Probleme zu treffen und in einem Notfallplan festzuhalten. Die Medikamente müssen am Betreuungsort bereitstehen und das notwendige Material zu deren Anwendung ebenfalls", so die Empfehlung der FGPG.

Auch bei Pflegebedürftigen, deren Versorgung im häuslichen Umfeld stattfindet, müsse unbedingt die notwendige Unterstützung durch Pflegefachpersonen sowie durch ambulante Hospizdienste sichergestellt sein. Die mobilen Dienste seien bei Bedarf auch in den Alters- und Pflegeheimen beizuziehen, um eine optimale Behandlung zu garantieren. Trotz Besucherstopp in den Pflegeeinrichtungen sollten die Angehörigen zudem eine Möglichkeit der Begleitung und Verabschiedung unter Wahrung der Schutzmaßnahmen bekommen.