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Das eher hauswirtschaftlich orientierte Projekt "Genuss wie aus der Sterne-Küche: Show-Cooking und Restaurant-Feeling" des städtischen Pflegeheims Neubrandenburg hat den Altenpflegepreis gewonnen. Foto: Adobe Stock/ Igor Link (Symbolfoto)

Das eher hauswirtschaftlich orientierte Projekt "Genuss wie aus der Sterne-Küche: Show-Cooking und Restaurant-Feeling" des städtischen Pflegeheims Neubrandenburg hat den Altenpflegepreis gewonnen. Foto: Adobe Stock/ Igor Link (Symbolfoto)

19. September 2018
Altenpflegepreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Restaurant-Projekt wird ausgezeichnet

Das städtische Pflegeheim Neubrandenburg ist für das Projekt "Genuss wie aus der Sterne-Küche: Show-Cooking und Restaurant-Feeling im Pflegeheim" mit dem Altenpflegepreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet worden, berichtet der Nordkurier.

Landessozialministerin Stefanie Drese würdigte mit dem Preis die Idee der Einrichtung, den Bewohnern einmal im Monat das Mittagessen im hauseigenen Speisesaal in Form eines Restaurantbesuches zu bieten. Ein Teil des Saales wird dazu festlich gedeckt, mit einer Speisekarte wird den Senioren die Menüfolge erläutert und das Küchenteam bereitet einen Teil der drei Gänge vor den Augen der Bewohner zu. Das brachte dem Heim – ein Tochterunternehmen der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft – den 2. Platz beim Altenpflegepreis ein, der mit 1.500 Euro dotiert ist und vom Ministerium sowie dem Landespflegeausschuss verliehen wird.

Im Neubrandenburger Pflegeheim war die Freude groß. "Wir sind überglücklich”, sagte Pflegeheim-Geschäftsführerin Anke Saadan, die das Projekt 2016 gemeinsam mit dem Leiter des Verpflegungsservices, Danny Strübing, aus der Taufe gehoben hatte. "Wir sehen die Auszeichnung als weiteren Ansporn für unsere tägliche Arbeit und als Bestätigung dafür, dass sich Innovationen auch im Bereich der Altenpflege lohnen”, ergänzte Saadan. Die Mahlzeiten im Haus würden den Bewohnern Fixpunkte bei der Tagesstrukturierung bieten und damit erheblich zur Lebensqualität der Senioren beitragen, sagte sie dem Nordkurier.

"Bei allen Herausforderungen sollte das Thema Pflege nicht immer nur mit negativen Etiketten behaftet werden. Das wird in keiner Weise den dort arbeitenden Menschen, den pflegenden Angehörigen und ehrenamtlich Engagierten sowie der Entwicklung im Pflegebereich in den vergangenen Jahren gerecht", betonte Ministerin Drese in ihrer Laudatio im Rahmen des Landespflegekongresses in Rostock. In Mecklenburg-Vorpommern seien viele hervorragende Projekte und Angebote entstanden. Pflege brauche aber mehr "Anerkennung, Öffentlichkeit und feierliche Anlässe”, sagte die Ministerin weiter. Die Verleihung des Preises solle einen Beitrag dazu leisten, "die vielen Facetten der Pflege zu würdigen und ihre gesellschaftliche Bedeutung hervorzuheben", heißt es im Nordkurier.